Suchtkreis

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 <h1>Suchtkreis</h1> -

Sucht sucht etwas.
Genauer, der Mensch sucht etwas. Wer sucht, dem fehlt etwas f├╝r sich und seine Entwicklung. Aber auch wer nicht sucht, dem fehlt etwas Wesentliches f├╝r seine Entwicklung als Mensch: Die Suche.
Die Sucht ist der Irrtum seiner Suche, ein unausgesprochener Hilferuf, nicht gefunden zu haben, wonach er eigentlich sucht. Sucht ist unerf├╝llte und unvollendete Suche.

Alle Gr├╝nde, die zu Suchtverhalten f├╝hren, sind ausnahmslos anzuerkennen. Sie wollen wahrgenommen und erf├╝llt werden. Im Grunde seines Herzens sucht jeder betroffene Mensch nach einer Alternative zur Sucht, seiner Heilung.

F├╝r die Begleitung gef├Ąhrdeter Menschen bedarf es herzlicher Offenheit, vertrauensvoller Hinwendung, echten Interesses, Geduld und Wegbereitschaft. Wir wollen unsere Sch├╝ler auch in besonderen Lebenssituationen seelisch, p├Ądagogisch und sozial begleiten und alles M├Âgliche f├╝r sie tun, um sie als kostbare Mitglieder der Gemeinschaft nicht zu verlieren.

F├╝r Sch├╝ler, Lehrer und Eltern besteht jederzeit die M├Âglichkeit sich in allen Suchtfragen vertraulich an den Suchtkreis zu wenden.

Der Suchtkreis unterst├╝tzt die Schule und die Menschen, die ihr angeschlossen sind, darin, Suchtfragen und den Umgang mit Suchtmitteln auf p├Ądagogischer, medizinischer und rechtlicher Ebene zu bearbeiten.

Er setzt sich aus Mitarbeitern der Freien Waldorfschule Dresden und engagierten wie kompetenten Eltern zusammen. Kompetenz meint, dass der Personenkreis beruflich, durch eigenes Erfahren oder entsprechende Weiterbildungen in die Lage versetzt ist, sich zu Problemen und Fragen zum Themenbereich Sucht ad├Ąquat ├Ąu├čern zu k├Ânnen. Der Suchtkreis wird von der Schulentwicklungskonferenz (SEK) gew├Ąhlt und besteht aus maximal 8 festen Mitgliedern, mindestens aber aus 2 Eltern- und 2 Lehrervertretern.

Aufgabenbeschreibung

  1. Der Suchtkreis sieht sich als Bindeglied zwischen allen in Suchtfragen beteiligten Parteien.
  2. Er informiert die Lehrerschaft ├╝ber Pr├Ąventions-, Beratungs- und Hilfsangebote sowohl schulinterner als auch externer Stellen.
  3. Er unterst├╝tzt im Bedarfsfall die Erarbeitung eines p├Ądagogischen Konzeptes zur Suchtpr├Ąvention.
  4. Er ist Ansprechpartner f├╝r betroffene Sch├╝ler, Eltern und Schulangestellte. Diesbez├╝glich verpflichten sich die Mitglieder des Suchtkreises zur Verschwiegenheit. Er ber├Ąt Betroffene ├╝ber schulinterne und -externe Hilfsangebote.
  5. Er ├╝berwacht im Interventionsfall die Einhaltung des Interventionsleitfadens.
  6. Er steht im Interventionsfall beratend zur Seite um Kommunikationsm├Âglichkeiten und Hilfsangebote aufzuzeigen.

 

Befugnisse und Einschr├Ąnkungen

  1. Der Suchtkreis f├╝hrt selbstst├Ąndig Beratungen mit Interessierten und Betroffenen durch.
  2. Er darf sich aktiv an die Schulleitung und das Lehrerkollegium wenden, um Pr├Ąventions-, Beratungs- und Hilfsangebote zu unterbreiten.
  3. Sollten betroffene Sch├╝ler oder Eltern sich an den Suchtkreis wenden, darf er sich, das Einverst├Ąndnis der Betroffenen vorausgesetzt, an die betreuenden Lehrer wenden, um gemeinsam unterst├╝tzende Ma├čnahmen zu vereinbaren.
  4. Der Suchtkreis erh├Ąlt im Interventionsfall Befugnisse entsprechend dem Interventionsleitfaden. Die Verh├Ąngung schulrechtlicher Konsequenzen nach ┬ž┬ž 7. I und 7.II der Schulordnung obliegt der Schulleitung, der Suchtkreis kann jedoch im Vorfeld solcher Schritte beratend hinzugezogen werden.

Hinweise und Anregungen zur Arbeit des Suchtkreises bitte per E-Mail an:
suchtkreis  waldorfschule-dresden de